Fallstudie: Tunnel
Lösen von virtuellen Kamera-Trajektorien und Rekonstruktion der 3D-Tunnelgeometrie bei unbekannter Kamera-Telemetrie.
Finaler Track-Render

Projektziel & Drehbedingungen
Das Ziel dieses Projekts war es, eine Sequenz zu tracken, die in einem realen Tunnel mit völlig unbekannten Kamerakonfigurationen gedreht wurde (keine Brennweitendaten, Sensorparameter oder Schachbrett-Referenzen verfügbar). Zusätzlich musste der Solver eine saubere 3D-Geometriehülle des Tunnels rekonstruieren.
Die Rekonstruktion der strukturierten Tunnelgeometrie ist entscheidend für die Integration visueller Effekte, da sie die exakten Oberflächenübereinstimmungen liefert, die für Projection Mapping, Lichtreflexionen und korrekte räumliche Verdeckungen von CG-Elementen erforderlich sind.
Angewendeter Workflow
- Merkmalsextraktion: Platzierung hochdichter Marker an strukturellen Nähten und gekrümmten Kanten der Tunnelwände.
- Radiale Entzerrung: Berechnung eines dynamischen Verzerrungsprofils, um gekrümmte Aberrationen zu korrigieren und Raumwege auszurichten.
- Brennweiten-Koordinatenberechnung: Durchführung einer mehrgruppigen Brennweitenschätzung, um Sensor- und Brennweitenparameter zu ermitteln.
- Geometriemodellierung: Rekonstruktion des 3D-Tunnelzylinders und Projektion statischer Texturkoordinaten auf das Low-Poly-Netz.
Solver-Herausforderungen & Lösungen
Sich wiederholende Muster: Tunnel enthalten identische strukturelle Schleifen, die automatische Tracker verwirren. Manuelle Tracking-Anker wurden an einzigartigen Wanddetails, Elektrokanälen und Leuchten verankert, um eine genaue Parallaxenberechnung zu gewährleisten.
Beleuchtungswechsel: Flackernde Tunnelleuchten stören das Optical-Flow-Tracking. Schatten- und Glanzlichtanpassungen wurden auf Hilfsplatten eingebacken, um den Tracker-Kontrast zu stabilisieren.
Produktion & Technik-Pässe
Original Sequence

Consistency Checker

Tunnel Wireframe

Reconstructed Mesh

